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Zahnspange trotz Kronen, Brücken oder Implantaten

Ein Implantat bewegt sich nicht. Alles andere lässt sich lösen.

Erwachsene bringen häufig Zahnersatz mit. Das schließt eine kieferorthopädische Behandlung nicht aus – aber es bestimmt die Reihenfolge.

Kronen

Ein überkronter Zahn lässt sich bewegen wie jeder andere; die Wurzel entscheidet, nicht die Krone. Brackets haften auf Keramik schlechter als auf Schmelz – das lösen spezielle Haftvermittler oder ein leichtes Anrauen der Oberfläche. Bedenken Sie: Nach der Behandlung steht der Zahn anders, und eine alte Krone passt farblich und in der Form dann vielleicht nicht mehr.

Brücken

Eine Brücke verbindet mehrere Zähne starr. Sie können nur gemeinsam bewegt werden – einzeln geht nicht. Ist eine getrennte Bewegung nötig, muss die Brücke vorher getrennt oder entfernt werden. Das gehört in die Planung und in den Kostenplan, nicht in eine Überraschung nach drei Monaten.

Implantate

Ein Implantat ist mit dem Knochen verwachsen und lässt sich nicht bewegen. Das ist manchmal ein Hindernis – und manchmal ein Vorteil: Als unverrückbarer Punkt eignet es sich hervorragend als Verankerung, gegen die andere Zähne gezogen werden.

Die Reihenfolge

Wer beides plant, ordnet so: erst kieferorthopädisch, dann implantieren. Der Kieferorthopäde stellt die Nachbarzähne und schafft genau den Platz, den die spätere Krone braucht; erst dann wird gesetzt. Umgekehrt geht es nicht. Zur Implantatplanung ausführlich beim Implantat-Berater.

Und das Zahnfleisch

Vor jeder Behandlung steht der Blick auf den Zahnhalteapparat. Wo Knochen entzündlich abgebaut wird, beschleunigt jede Kraft den Verlust. Mehr dazu beim Parodontologie-Berater.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Überkronte Zähne lassen sich bewegen – die Wurzel entscheidet. Brackets haften auf Keramik schlechter, das ist lösbar.
  • Eine Brücke verbindet Zähne starr. Ist getrennte Bewegung nötig, muss sie vorher getrennt werden.
  • Ein Implantat bewegt sich nicht – es eignet sich aber als fester Punkt zur Verankerung.
  • Die Reihenfolge lautet immer: erst kieferorthopädisch, dann implantieren.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Ja, solange die Zähne, die bewegt werden sollen, eigene Wurzeln haben. Das Implantat bleibt, wo es ist. Ob das zum Behandlungsziel passt, zeigt die Planung.

Nicht zwangsläufig, aber es kommt vor. Steht der Zahn danach anders, kann die Form nicht mehr passen; bei Frontzähnen fällt das eher auf. Kalkulieren Sie die Möglichkeit ein, bevor Sie beginnen.

Oft ja. Muss sie getrennt werden, entsteht eine Lücke, die zwischenzeitlich versorgt wird. Das ist Aufwand, aber kein Ausschlussgrund. Lassen Sie Kieferorthopäde und Zahnarzt gemeinsam planen.

Dann ist die erste Frage, ob die Lücke geschlossen oder offen gehalten und versorgt wird. Beides ist möglich; die Entscheidung fällt vor der Behandlung, weil sie den ganzen Weg bestimmt.