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Das Wechselgebiss: wenn Milchzähne bleibenden weichen

Sechs Jahre Umbau – und die Phase, in der sich entscheidet, ob der Platz reicht.

Der Zahnwechsel beginnt mit etwa sechs Jahren und dauert bis etwa zwölf. In dieser Zeit stehen Milchzähne und bleibende Zähne nebeneinander – das Wechselgebiss. Vieles, was in dieser Phase schief aussieht, ordnet sich von selbst. Anderes nicht.

Der erste bleibende Zahn wird oft übersehen

Mit etwa sechs Jahren bricht hinter den Milchbackenzähnen der erste bleibende Backenzahn durch – ohne dass vorher ein Milchzahn ausfällt. Viele Eltern halten ihn deshalb für einen Milchzahn und nehmen die Pflege nicht ernst genug. Er ist der am häufigsten von Karies befallene Zahn überhaupt.

Lücken sind gut

Ein Milchgebiss mit Lücken zwischen den Schneidezähnen ist ein gutes Zeichen: Die bleibenden Zähne sind größer und brauchen den Platz. Ein lückenloses, ebenmäßiges Milchgebiss sieht schöner aus und kündigt häufig Engstand an.

Wenn ein Milchzahn zu früh geht

Milchzähne halten dem Nachfolger den Platz frei. Geht einer zu früh verloren – durch Karies oder einen Unfall – wandern die Nachbarn in die Lücke. Der bleibende Zahn findet dann keinen Platz mehr und bricht versetzt durch oder bleibt im Knochen stecken. Deshalb wird in solchen Fällen ein Platzhalter eingesetzt: eine kleine Apparatur, die die Lücke offen hält.

Worauf Eltern achten können

Ob die Zähne ungefähr symmetrisch wechseln – bleibt eine Seite deutlich zurück, gehört das angesehen. Ob ein bleibender Zahn hinter dem Milchzahn durchbricht, statt ihn zu verdrängen. Und ob ein Milchzahn ungewöhnlich lange steht, obwohl die Gegenseite längst gewechselt hat.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Zahnwechsel dauert von etwa sechs bis zwölf Jahren. Vieles, was dabei schief aussieht, ordnet sich von selbst.
  • Der erste bleibende Backenzahn kommt mit sechs, ohne dass ein Milchzahn ausfällt – und wird deshalb oft übersehen.
  • Lücken im Milchgebiss sind ein gutes Zeichen. Ein lückenloses Milchgebiss kündigt häufig Engstand an.
  • Ein zu früh verlorener Milchzahn kostet Platz. Ein Platzhalter hält die Lücke offen.

Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Das hängt davon ab, welcher Zahn und wie lange es noch bis zum Nachfolger dauert. Bei einem Milchbackenzahn, der Jahre vor dem Wechsel verloren geht, ist ein Platzhalter meist sinnvoll. Lassen Sie es ansehen, statt es abzuwarten.

Bei den unteren Schneidezähnen ist das häufig und ordnet sich oft von selbst, wenn der Milchzahn fällt. Bleibt der Milchzahn fest sitzen, sollte er gezogen werden. Lassen Sie es zeitnah ansehen.

Ungefähr mit acht bis neun Jahren, wenn die bleibenden Schneidezähne stehen. Deshalb liegt die erste kieferorthopädische Untersuchung in diesem Alter.

Etwa sechs Jahre, von sechs bis zwölf. Die Weisheitszähne kommen – wenn sie kommen – deutlich später, meist zwischen 17 und 25.