Zahnpflege mit fester Zahnspange
Die Spange richtet die Zähne. Ob sie danach gesund sind, entscheidet die Bürste.
Brackets und Bogen schaffen Nischen, die es vorher nicht gab. Belag, der dort liegen bleibt, produziert Säuren; der Schmelz rund um das Bracket entkalkt. Was zurückbleibt, wenn die Spange abgenommen wird, sind weiße Flecken – und die bleiben sichtbar.
Was gebraucht wird
Eine weiche Zahnbürste, besser eine elektrische mit kleinem Kopf. Interdentalbürstchen für unter den Bogen und zwischen die Brackets – sie sind hier wichtiger als bei gesunden Zähnen, weil Zahnseide am Bogen scheitert. Eine Einbüschelbürste für den Rand des Brackets. Und Fluorid: eine Zahnpasta mit erhöhtem Gehalt oder ein Gel einmal wöchentlich.
Die Reihenfolge
Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen über dem Bogen, dann darunter, dann die Innenseiten. Jedes Bracket einzeln umrunden. Danach mit dem Bürstchen unter den Bogen. Das dauert länger als gewohnt – drei Minuten sind das Mindeste, fünf sind realistisch.
Die Kontrolle
Halten Sie regelmäßige Termine beim Hauszahnarzt, nicht nur beim Kieferorthopäden – der prüft die Zahnstellung, nicht die Zähne. Eine professionelle Zahnreinigung in größeren Abständen ist während der Spangenzeit sinnvoll; mehr dazu beim Parodontologie-Berater.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Belag rund um Brackets entkalkt den Schmelz. Die weißen Flecken, die dabei entstehen, bleiben nach dem Abnehmen sichtbar.
- Interdentalbürstchen sind hier wichtiger als Zahnseide – die scheitert am Bogen.
- Fluorid hilft: Zahnpasta mit erhöhtem Gehalt oder ein Gel einmal wöchentlich.
- Der Kieferorthopäde prüft die Zahnstellung, nicht die Zähne. Die Kontrolle beim Hauszahnarzt bleibt nötig.
Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Drei Minuten sind das Mindeste, fünf realistischer. Der Zeitaufwand steigt, weil jedes Bracket einzeln umrundet werden muss und der Bereich unter dem Bogen eigene Aufmerksamkeit braucht.
Beides geht. Eine elektrische Bürste mit kleinem Kopf nimmt etwas Arbeit ab, ersetzt aber die Interdentalbürstchen nicht. Wichtiger als das Gerät ist, dass wirklich jede Fläche erreicht wird.
Sie entstehen, wo Belag dauerhaft liegen bleibt: Der Schmelz verliert Mineral. Ein Teil lässt sich durch Fluoridierung wieder einlagern, wenn man früh genug reagiert. Bestehende Flecken nach dem Abnehmen bleiben meist sichtbar.
Ja, in größeren Abständen. Sie erreicht, was zu Hause liegen bleibt, und gibt Gelegenheit, die Putztechnik zu korrigieren. Sie ist eine private Leistung.