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Weisheitszähne und der Engstand: der alte Streit

Dass die Weisheitszähne die Frontzähne schieben, ist die bekannteste unbelegte These der Zahnmedizin.

Die Entwicklung der Zahnmedizin - speziell der Bereich der Kieferorthopädie - schreitet schnell voran. Unsere Redaktion sichtet die Vielzahl an Informationen und stellt hier für Sie Interessantes und Neues zum Thema zusammen:

    08.09.2026

    Weisheitszähne und der Engstand: der alte Streit

    Viele Menschen bemerken zwischen zwanzig und dreißig einen Engstand der unteren Frontzähne – ungefähr dann, wenn die Weisheitszähne durchbrechen. Die zeitliche Nähe hat die Vorstellung entstehen lassen, das eine verursache das andere.

    Untersuchungen dazu gibt es seit Jahrzehnten, auch an Menschen ohne Weisheitszahnanlage. Sie zeigen denselben Engstand. Die Ursache liegt eher im lebenslangen Umbau des Kiefers und im natürlichen Nachlassen der Stabilität des Zahnbogens.

    Das heißt nicht, dass Weisheitszähne folgenlos bleiben. Sie werden entfernt, wenn sie wiederholt entzünden, wenn sie den Nachbarzahn schädigen, wenn sie verlagert sind oder wenn im Behandlungsplan Platz gebraucht wird. Das sind eigene Gründe – und die besseren.

    Wer allein wegen eines befürchteten Engstands operieren lässt, nimmt einen Eingriff auf sich, dessen Nutzen nicht gezeigt ist. Wer das Ergebnis halten will, trägt seinen Retainer.

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