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Kiefergelenk und Zahnstellung: ein Zusammenhang mit Grenzen

Nicht jedes Knacken kommt von den Zähnen, und nicht jede Spange löst es.

Die Entwicklung der Zahnmedizin - speziell der Bereich der Kieferorthopädie - schreitet schnell voran. Unsere Redaktion sichtet die Vielzahl an Informationen und stellt hier für Sie Interessantes und Neues zum Thema zusammen:

    11.08.2026

    Kiefergelenk und Zahnstellung: ein Zusammenhang mit Grenzen

    Beschwerden im Kiefergelenk – Knacken, Schmerzen beim Öffnen, verspannte Kaumuskeln – sind häufig. Der naheliegende Schluss, die Zahnstellung sei die Ursache, ist es ebenfalls. Belegt ist er nur teilweise.

    Die Forschung der vergangenen Jahrzehnte zeigt ein differenziertes Bild: Einzelne Befunde wie ein ausgeprägter Kreuzbiss mit Zwangsführung stehen mit Gelenkbeschwerden in Zusammenhang. Für die meisten anderen Fehlstellungen lässt sich ein solcher Zusammenhang nicht zeigen. Umgekehrt gilt: Eine kieferorthopädische Behandlung verursacht in der Regel keine Beschwerden, heilt sie aber auch nicht verlässlich.

    In der Praxis heißt das: akute Beschwerden werden zuerst behandelt – mit Aufklärung, Schiene, Physiotherapie – und erst danach wird über die Zahnstellung entschieden. Wer mit einer Spange gegen Schmerzen beginnt, kennt hinterher die Ursache nicht.

    Skeptisch sollte machen, wer Gelenkbeschwerden mit einer einzigen Methode erklärt. Die Faktoren sind meist mehrere, und Stress gehört regelmäßig dazu.

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