10.02.2026
Erwachsene in der Kieferorthopädie: spät ist nicht zu spät
Der Anteil erwachsener Patientinnen und Patienten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der biologische Vorgang ist derselbe wie beim Kind: Druck auf den Zahn, Umbau am Knochen, Bewegung. Was fehlt, ist das Kieferwachstum – Veränderungen der Kieferlage sind beim Erwachsenen deshalb nur chirurgisch möglich.
Dafür ist die Ausgangslage häufig komplizierter: vorhandene Kronen und Brücken, fehlende Zähne, ein zurückgegangener Knochen nach Parodontitis. Jeder dieser Punkte muss vor der Behandlung geklärt sein, nicht danach.
Besonders häufig ist die Kieferorthopädie beim Erwachsenen Teil eines größeren Plans: Zähne werden aufgerichtet, damit eine Brücke tragfähig wird, oder eine Lücke wird geöffnet, damit ein Implantat Platz hat. Diese Abstimmung zwischen den Fächern entscheidet über das Ergebnis.
Die gesetzliche Kasse zahlt beim Erwachsenen nur in eng umrissenen Fällen, etwa bei schweren Kieferfehlstellungen mit chirurgischer Verlagerung. In allen anderen Fällen ist die Behandlung eine private Leistung.